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  • Paula Mueller

Scarlett Johansson vs Disney

Am 29.Juli 2021 verklagte die Black Widow Schauspielerin Scarlett Johansson Disney. Warum und was für Auswirkungen diese Klage für Disney und Hollywood insgesamt, hatte erfahrt ihr hier.

Am 07.07.2021 kam der Film „Black Widow“ mit Schauspielerin Scarlett Johansson als Hauptdarstellerin nach dreifachem Verschieben endlich in die Kinos und ab dem 09.07.2021 konnte man ihn für knapp $25 bei Disney+ kaufen. Dass der Film auf Disney+ zur Verfügung

stehen würde, war jedoch im Vertrag von der Schauspielerin mit dem Multi-Milliarden Dollar Konzern nicht vorgesehen, weshalb Scarlett Johansson Disney am 29.07.2021 verklagte. Aufgrund der ungeplanten Veröffentlichung des Films auf Disney+, fast zeitgleich mit der Filmpremiere, habe sie bis zu 50 Millionen Dollar verloren. Die Veröffentlichung außerhalb des Kinos war gegen den Vertrag, denn wegen der Premiere auf Disney+ würden zwar mehr Menschen Disney+ kaufen, jedoch hätte die Schauspielerin große Verluste, weshalb der Film nur in Kinos zu sehen sein sollte. Aufgrund des Vertragsbruches, was zu ihrem Verlust geführt hatte, verklagte unsere „Black Widow“ Disney kaum drei Wochen nach der Veröffentlichung ihres Films. Disneys Reaktion auf die Klage war alles zu leugnen und zu behaupten, dass Scarlett Johannsons „egoistisches Verhalten“ zeigte, dass sie die Folgen der Corona Pandemie nicht beachten würde und nicht berücksichtigte, dass diese ins Kino gehen problematisch machen könnte.

Mit dieser wirren und unberechtigten Aussage von Disney begann das Chaos in der Welt rund um das MCU (Marvel Cinematic Universe) und sogar außerhalb. Der 30. Juli war ein weiterer tragischer Tag für die Marke, welche bekannt für ihre Freundlichkeit war, denn Scarlett Johanssons Agent wehrte sich gegen Disneys Aussage und meinte, dass „Disneys direkte Attacke auf den Charakter der Schauspielerin einfach peinlich und unter der Würde der Firma sei“. Am selben Tag wurde bekannt gemacht, dass die Schauspielerin Emma Stone, die Hauptdarstellerin des Disneyfilms „Cruella“, Johannsons Beispiel folgen will, da Disney auch ihren Vertrag nicht beachtet hätte und Cruella viel zu früh auf Disney+ veröffentlicht hätte. Außerdem meinte der Präsident des MCUs und Regisseur von vielen Marvelfilmen (Kevin Feige), er sei sauer auf den Konzern, was gravierend für Disney ist, da Kevin einer ihrer größten und wichtigsten Filmproduzenten aller Zeiten ist. Immernoch am 30.Juli: vier große Frauengruppen in der Filmindustrie (TIMES UP, Los Angeles, ReFrame und Women In Film) beschwerten sich bei Disney wegen „Charakterattacken in ihrer Aussage gegen Scarlett Johansson“ und machten deutlich, wie wenig sie von Disneys Reaktion auf die ganze Sache halten. „Disney nannte Scarlett egoistisch, weil sie ihre und somit auch die Rechte vieler Schauspieler auf der ganzen Welt verteidigte!“ Der 30.Juli war gewiss kein guter Tag für Disney.

In den darauffolgenden Wochen machten noch viele weitere Berühmtheiten deutlich, dass sie Scarletts Aktion unterstützten. Elizabeth Olsen, auch bekannt als Wanda Maximoff, die schon in mehreren Filmen mit Ms. Johansson gespielt hatte (Avengers: Infinity War, Avengers: Endgame,...) nannte die Schauspielerin mutig und am 17.09.2021 machte sich Jamie Lee Curtis für Scarlett stark. „Don’t f*ck with her“, schrieb sie in einem Tribut an ScarJo in der Times. Auch der Filmregisseur Jason Blum meinte Johansson „kämpfe für die Rechte aller Schauspieler“.

Wie das Ganze ausgehen wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt aber im Moment sieht es nicht gut für Disney aus.


Von Paula Mueller







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