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Die Bücherdiebin (Markus Zusak)


Themen: Tod, Nazideutschland, Familie, Freundschaft, Worte


Empfohlen ab: 8. Klasse (Notiz: Zu Zeiten kann der Roman ein bisschen hart werden und evtl. auch Tränen auslösen. An einigen Stellen werden auch wahre Verhaltensweisen der Nazis Juden gegenüber geschildert.)


Vielen Menschen macht der Tod Angst. Aber was, wenn der Tod der Erzähler einer Geschichte wird und fast sympathisch wirkt? Ist das überhaupt möglich? Der Roman „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak ist der Beweis.

Aber der Tod wird hier ein bisschen anders dargestellt, als wir ihn uns vielleicht als Charakter vorstellen: „Übrigens mag ich die Vorstellung, die sich die Menschen vom Tod als Sensemann machen. Mir gefällt die Sense. Ich finde sie amüsant.“ (Zitat aus dem Roman). Er ist eher ein omnipräsenter Charakter der jederzeit (ironischerweise) wertvolle Lebenstipps zu bieten hat.

Doch wovon handelt der Roman überhaupt? Ein neunjähriges Mädchen namens Liesel Meminger muss mit ihrem Bruder ihre kommunistischen Eltern verlassen und von einer Pflegefamilie aufgenommen werden. Ihr Bruder verstirbt jedoch auf der Reise dorthin und muss begraben werden – Liesel klaut ihr erstes Buch. In den Worten des Buches: „Die Bücherdiebin hatte zum ersten Mal zugeschlagen. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere.“ Ihr Pflegevater Hans bildet eine besondere Freundschaft mit Liesel und bringt der Analphabetin das Lesen bei. Sie klaut daraufhin bei einer der Bücherverbrennungen ein weiteres Buch und befindet sich schon bald (zum Teil uneingeladen) in der Bibliothek des Bürgermeisters. 1940 versteckt Liesel mit ihren Eltern einen Juden (Max) in ihrem Keller, um ihn vor der Deportation zu beschützen. Liesel und Max befreunden sich über ihre gemeinsame Liebe zu Worten und der Frage, wer sie eigentlich sind und zu wem sie gehören. Durch die gesamte Erzählung wird Liesel von ihrem besten Freund Rudi begleitet. Sie fängt an, selbst zu schreiben und begegnet noch mehrmals dem Tod.

Ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen und zähle es auch heute noch, 2 Jahre später, zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Zusaks Sprache ist außergewöhnlich und schlichtweg wundervoll. Seine Worte beschreiben genau genug, um die Geschichte zu verstehen, aber lassen gleichzeitig genug Spielraum, um sich ein eigenes, persönliches Bild zu machen. Die ausgewählten Worte könnten nicht besser passen und man findet fast auf jeder Seite ein notierwürdiges Zitat. Keine Stelle ist langweilig oder unnötig, sondern alles trägt zur Geschichte bei. Der Roman wirft ein neues Licht auf die Wichtigkeit von Familie und Freundschaft und natürlich den Tod. Durch mehrere Andeutungen auf spätere Ereignisse des Buches ist es unmöglich, mittendrin aufzuhören.

Wenn ich den Roman in einem einzigen Wort zusammenfassen müsste, wäre es: einzigartig.

Ich weiß, dieser Text wirkt vielleicht übertrieben. Aber glaubt mir, man kann diesen Roman nicht anders beschreiben.


Bildquelle:




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1 Comment


anonymouscommenter125769
Feb 20, 2022

sounds like an awesome book 5 * out of 5 * 🤐


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