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Einsatz für den Osterhasen

Prolog:

Ab 1682 war der Osterhase fleißig und malte die Ostereier an. Dann zog er los und verteilte die Eier unter den Kindern in ganz Deutschland. Ab dem 17. Jahrhundert war der Hase das Ostertier in Deutschland, denn er war wohl das fruchtbarste Tier, wodurch er auch zum Zeichen des Frühlings wurde. Doch die Geschichte ereignet sich nicht etwa im Jahre 1682, sondern am ersten April des Jahres 2020 in Deutschland.



Kapitel 1

Indem der Hase gefangen wird


Auf einem Schokoladenmarkt in Deutschland gab es zwei große Schokoladenfirmen, die sich hassten und in wirtschaftlicher Feindschaft standen. Die eine Firma hieß “Die Großen Hasen”. Die andere hieß “Faule Schokoladenhasen” Sie waren Konkurrenten wildester Art. >>Immer die beste Schokolade, das ist alles, was auf dem Markt für uns zählt<<, ist das Motto von beiden Firmen. Nun ja, der Unterschied zwischen den beiden Rivalen war, dass Die Großen Hasen großes Geld mit ihren Hasen machten, da sie billige Angebote in bekannten Läden und vollen Supermärkten machten, während die Faulen Schokoladenhasen nahe an der Pleite standen, weil sie ihre Schokolade überteuert zum Verkauf anboten. Sie brauchten unbedingt mal frisches Geld. So schrieb der Manager von “Faule Schokoladenhasen”, Herr Turner, einen Brief an den Chef, Herrn Schokoladenmeister:

Lieber Herr Schokoladenmeister,

Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass wir nahe der Pleite stehen werden, wenn wir nicht in 3 Wochen mindestens 30.000€ eingenommen haben. Dann werden wir ernsthafte Probleme bekommen! Ich muss Sie umgehend bitten uns einen weiteren Vorschuss über 10.000€ zu geben. Ich weiß schon, dass das, abgesehen vom Notfallgeld, die letzten Ersparnisse sind. Es würde mich freuen, wenn wir uns damit besser auseinandersetzen könnten, wenn wir uns treffen. Was halten Sie von einem Treffen am Mittwoch, den 6.4. im Konferenzraum? Ich schreibe auch Herren Geldhut und Gottfried an. Ich hoffe, Sie können meine Bitte um den Vorschuss verstehen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Finanzmanager Turner

Pet.Turner@Schokoladen.Faulhasen.org.de

Manager von Faule Schokoladenhasen Tel: 1234 5678 9101

Oje, oje, dieses Geschäft kann nur böse enden, dachte der Finanzmanager bei sich, als er diesen Brief schrieb. Am Mittwoch, den 6.4. trafen sich Herr Schokoladenmeister mit Herrn Turner sowie mit den Herrn Geldhut und Gottfried im Konferenzsaal des Gebäudes der Firma Faule Schokoladenhasen. “Hallo, wie geht es Ihnen denn so?”, fragte Herr Turner, als hätten sie sich schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Herr Turner hatte braune Haare, einen grauen Anzug und er trug ein rotes Einstecktüchlein in seiner Tasche an der Brust. Herr Schokoladenmeister, der Chef des Unternehmens, war klein, etwas rundlich und hatte ebenfalls braunes Haar. Außerdem hatte er ein lachendes Gesicht. “Ja, sehr gut geht es mir! Wir sollten bald zur Sache kommen, denn wir haben nicht viel Zeit!”, ermahnte der Chef Herrn Turner. “Jaja, immer noch der alte!”, lachte Herr Turner ausgelassen, “Aber nun ja, kommen wir zur Sache: Wir machen derartige Verluste, sodass ich um einen weiteren Vorschuss für die Mitarbeiter von 10.000€ bitten muss. Wenn Sie mir den Scheck nicht geben, werden wir der Pleite nahestehen.”, erklärte Herr Turner in einem langweiligen, leiernden Ton eines Finanz-Hais. “Ja, ist ok! Ich muss den Scheck wohl ausstellen, was?”, meinte Herr Schokoladenmeister seufzend. Sie setzten sich zu zwei anderen Männern. Der eine war Herr Gottfried. Er hatte blonde Haare, ein rundes Vollmondgesicht und grüne Augen, sowie einen stattlichen Bauch. Herr Geldhut war der andere. Er war groß, stämmig und hatte ebenfalls blonde Haare, außerdem blaue Augen und einen grauen Anzug. Sie beide waren stellvertretend für alle Mitarbeiter der Firma in Konferenzen wie dieser hier. Herr Geldhut war derjenige von beiden, der eine Idee hatte. “Meine Herren, das ist doch ganz einfach zu klären! Sie, Herr Schokoladenmeister werden diesen Vorschuss ausstellen und wenn Sie meinen Vorschlag befolgen, werden Sie nie wieder einen Vorschuss ausstellen müssen, das kann ich garantieren! Denn hören Sie, wir brauchen nur jemanden zu fangen, der eine gute Ahnung davon hat, Schokolade zu herzustellen!”, fing Herr Geldhut mit der Erklärung an. Dabei lächelte er immer wieder und zeigte seine in strahlendem Weiß blinkenden Zähne. “Äh, den Chef der Gegnerfirma?”, fragte Herr Schokoladenmeister etwas verunsichert. Herr Geldhut schüttelte entschieden den Kopf. “Oh, ich weiß, wir müssen das Rezept der Schweizer Firmen klauen!”, schrie Herr Turner. “Wie wär’s, wenn wir spezielle Kakao-Bohnen aus Südamerika kaufen?”, riet Herr Gottfried. “Nein, alles falsch, wir müssen, wenn wir Geld machen wollen, den Osterhasen fangen! Er verteilt bekanntlich viel Schokolade in ganz Deutschland und ist dafür bekannt, Eier, die aus Schokolade bestehen, zu verteilen!”, gab Herr Geldhut bekannt. Strahlend blickte er in die Runde. Die anderen sahen sich unsicher an. “Das geht gegen das Gesetz! Man darf nicht entführen!”, wand Herr Turner mit strengem Blick ein. “Und wer weiß, ob es den Osterhasen überhaupt gibt?”; fragte Herr Gottfried mit fragender Miene. Herr Geldhut schien überfordert, überhaupt irgendetwas zu sagen. Deshalb schaltete sich Herr Schokoladenmeister, der Chef der Firma >>Die Großen Hasen<< ein. “Meine Herren, Ruhe bitte! RUHE!”, brüllte er. “Danke!”, schnaufte er darauf wie ein Nilpferd. “Also, ich finde ehrlich gesagt, dass die Idee von Herrn Geldhut gar nicht so schlecht ist! Sie würde zwar gegen das Gesetz verstoßen, aber das wird doch keiner merken, wenn wir den Osterhasen ein paar Tage vor Ostern entführen, wenn er sich auf den Weg macht! Hasen haben ja kein Auto! Wir werden ihn zwingen, uns sein Schokoladenrezept zu verraten und dann werden wir ihn eine Nacht vor Ostern laufen lassen, damit er Eier verteilen kann, aber an den Tagen, an denen wir ihn gefangen halten, werden wir so viel Geld machen, wie noch nie zuvor!”, verbesserte Herr Schokoladenmeister von sich selbst beeindruckt.



Kapitel 2

Indem das geheime Rezept erpresst wird


“Also, wenn wir am Ende verhaftet werden, bin ich nicht schuld!”, gab Herr Gottfried seine Meinung zum Besten. “Ich finde meine Idee so oder so perfekt!”, lachte Herr Geldhut auf. Herr Schokoladenmeister sagte auch: “Ich finde die Idee auch sehr großartig!” Herr Turner beurteilte die Idee mit folgenden Worten: “Das ist eine sehr schlaue Idee, die Sache ist, dass wir ins Gefängnis kommen könnten, aber, ich muss fragen, was haben wir noch zu verlieren?” Sie einigten sich darauf, den Osterhasen zu fangen und ihn zu erpressen, sein Schokoladenrezept preiszugeben!

Gleich am nächsten Tag machten sich zwei Mitarbeiter - Leo und Tom - gemeinsam mit Herrn Geldhut auf den Weg von Hamburg nach Berlin, genauer gesagt, auf den Weg zu einem Wald, nahe Berlin. Herr Schokoladenmeister hatte zuvor nachgeforscht, wo sich der Osterhase aufhalten könnte, hatte aber kaum Infos bekommen. Nur auf einer unsicheren Website hatte er gesehen, dass der Osterhase sich möglicherweise in diesem Wald, nahe der Stadtgrenze aufhielt. Er glaubte es zwar selbst nicht, aber er gab die Infos weiter. Nach 4 Stunden Autofahrt kamen die zwei Mitarbeiter und Herr Geldhut an dem Wald an. Sie fuhren eine Straße durch den Wald, bis sie das Ziel erreichten, welches ihnen Herr Schokoladenmeister vorgegeben hatte. Dann versteckten sie den Lastwagen in einer alten Scheune, die einsam im Wald stand, kletterten raus und machten sich auf die Suche, außerhalb der Scheune. Nicht weit von Scheune entfernt sahen sie Pfoten Abdrücke. Die drei verfolgten die Pfoten Abdrücke. Leo führen in den Wald!” Das bestätigte auch der andere Mitarbeiter Herrn Geldhut. Dieser kam hastig. "Los, wir packen unsere Sachen und ziehen in den Wald! Der Osterhase muss zu finden sein!”, befahl er. Um 23:00 Uhr waren sie bereit und zogen los. Als sie schon ein ganzes Stück gelaufen waren fanden sie eine Lichtung. Herr Geldhut hechelte erschöpft: “Los, bauen wir die Zelte auf”. Es brauchte nur eine Stunde, um die Zelte aufzubauen. Nachdem das getan war schmissen sie sich, allesamt, erschöpft auf Ohr. Am nächsten Tag wurde das Team von einem lauten RUMS aufgeweckt. Sie schlotterten alle gleichzeitig: "WAS WAR DAS?” Schnell stürmten sie aus ihren Zelten und sahen, dass ein Baum auf den Weg gefallen war. Herr Geldhut fragte sich, was man jetzt wohl machen müsse. Er glaubte, dass es sehr einfach war, jetzt etwas zu unternehmen. Er befahl, die Zelte abzubauen. Danach probierten sie durch die Äste zu schlüpfen. Alle drei Mitarbeiter passten durch die Äste. Leo war einer der wenigen Leute die die Faulen Schokoladenhasen mochte. Da er immer viel Schokolade gegessen hatte und heimlich in der Fabrik genascht hatte, war er nun etwas rundlich geworden und hatte große Probleme gehabt, durch die vielen Äste zu krabbeln und zu kriechen. Doch letztendlich schaffte auch er es. “Leute, die Spuren führen hierhin!”, schrie Herr Geldhut auf. “Da ist ein Loch!”, kam es aus Leo heraus. “Das muss die Höhle des Hasen sein, kein Zweifel!”, antwortete Tom selbstsicher. Denn das Loch ging so steil runter, sodass man kein Ende sehen konnte. Herr Geldhut hatte eine super Idee und zwar, könnte man den Osterhasen mit einer Schoko-Karotte aus der Höhle locken und ein Gitter, was oben am Baum befestigt wäre über ihn stülpen. Gesagt, getan! Gleich am nächsten Morgen machten sie sich an die Arbeit! Herr Geldhut legte eine Karotte aus und versteckte sich hinter einem Baum. Er hielt ein Netz bereit und Tom war auch bereit, den Hasen zu überrumpeln. Und gleich darauf kam, wie geplant, kam der Hase aus seiner Höhle. Er schnüffelte etwas unsicher, aber dennoch interessiert, denn in der Luft lag der Duft von Schokolade. Ob es sich dabei um Schoko-Karotten oder andere Schokoladensorten handelte war den Hasen egal., Doch plötzlich sah er etwas orange-weißes vor seinen Pfoten liegen. Er schnüffelte vorsichtshalber daran, denn man konnte ja nie wissen, dann packte er sich die Karotte. Eine Schnur war an der Karotte befestigt, die mithilfe eines Flaschenzugs, ein Gitter runterfallen ließ. Genau als der Osterhase die Karotte packte, zerkaute er aus Versehen die Schnur und das Gitter fiel mit einem >>RUMS! << schneller runter, als geplant. Ein Käfig kam stürzend runter. Die Männer schnappten den Käfig und transportierten ihn zum Laster, ohne, dass der Hase die, die ihn gefangen hatten, sehen konnte. Sie rannten zum LKW, warfen die Beute hinten in die Ladefläche und fuhren, so schnell sie konnten, nach Hamburg zurück.

Als Herr Geldhut, Leo und Tom in Hamburg ankamen ging er sofort zum Herrn Schokoladenmeister. Herr Geldhut berichtete: “Ich, Leo und Tom haben den Hasen mit einer Karotte gefangen!” Der Schokoladenmeister lachte aufregt: „Das musst du mir beweisen!” Herr Geldhut antwortete: “Okay, wir beweisen es dir! Kommt Jungs!“. Die vier gingen mit schnellen Schritten zu ihrem LKW. Sie öffneten die Ladefläche, doch der Sack war verschwunden. Herr Geldhut fragte erstaunt: “Wo ist der Sack?” Mit vorwurfsvollem Blick sah Herr Schokoladenmeister den bleichen Herrn Geldhut an. Einer der Mitarbeiter schrie auf: “Da, da ist der Sack, er ist grade hinter dem Führerhaus verschwunden, er will sich vor uns verstecken!” Sie rannten dem weghüpfenden Sack hinterher. Sie rannten und rannten, aber der Sack hörte einfach nicht auf weg zu hüpfen. Der Abstand zum Sack wurde immer größer und größer. Plötzlich verlor der Sack an Energie und die Vier holten auf. Sie packten ihn und brachten ihn in das Labor von Herrn Schokoladenmeister. Herr Schokoladenmeister holte eine Betäubungsspritze aus seiner Tasche heraus, die er bereits im Büro in seine Tasche gesteckt hatte, als er den LKW gesehen hatte. Er spritze den gesamten Inhalt der Spritze in den Körper des zappelnden Sacks. Ganz langsam kam der Sack zur Ruhe. Herr Schokoladenmeister öffnete den Sack und sagte erfreut: “Endlich, da haben wir ihn den Osterhasen. Da habt ihr aber gute Arbeit geleistet.” “Das ist Hanni Hase, wissenschaftlicher Name egestas paschae. In Deutschland, symbolisiert er Fruchtbarkeit. Seine Hauptnahrungsmittel sind Karotten und Schokolade. Es ist eine vom Aussterben bedrohte Hasen Art von der nur noch ein Tier, nee, Quatsch, KEIN Tier mehr in der Wildnis lebt! Für die Leute ist er bekannt als der Osterhase.”, erklärte Tom ernst. Leo murmelte erschöpft: „Danke es war sehr schwer den Osterhasen zu fangen, aber gemeinsam haben wir es geschafft.”

Als der Ostenhase erwachte sah er den Raum in dem er an einen Stuhl festgebunden war. Er probierte sich los zu rappeln aber die Seile waren zu fest. Da flog die Tür auf und herein traten die Herren Gottfried und Geldhut, Herr Turner, Herr Schokoladenmeister sowie Leo und Tom. Leo knurrte: “Verrate mir das Geheimrezept von der guten Schokolade das die Kinder so gerne mögen, aber ein bisschen dalli, wenn ich bitten darf!” Herr Geldhut drohte dem Osterhassen und rief wütend: “Wenn du mir das Rezept nicht verrätst, werde ich dich für 100 Jahre einsperren dann kannst du keine Ostereier mehr verteilen!” Der Osterhase schluckte und überlegte ob er eine andere Wahl hatte. Der Osterhase konnte die Sprache der Menschen verstehen, doch er konnte nicht mit Menschen sprechen. Er konnte nur mit Tieren kommunizieren. “Verdammt!”, rief “Der Hase kann ja nicht sprechen!”, fluchte er. “Macht nichts! Ich erinnere mich noch an die Website auf der wir den Aufenthaltsort des Osterhasen herausbekommen haben. Daher ist nicht so schlimm, dass Hanni Hase uns zwar verstehen, aber nicht antworten kann. Da die Website mit dem Aufenthaltsort richtig war, glaube ich dies jetzt auch!”, erklärte Leo grinsend. Verflixt, dachte sich der Osterhase, ich hätte noch so tun können, als ob ich sie nicht verstehen könnte. Nach einer Stunde gab der Osterhase sich geschlagen und schrieb Herrn Schokoladenmeister das Geheimrezept auf. Das Geheimnis bei diesem Rezept war, dass seine Schokoladeneier einen Zuckerersatz hatten. Die Eier waren also nicht ungesund!

Da der Osterhase nun notgedrungen sein Rezept verraten hatte, machte die Firma “Faule Schokoladenhasen” viel, viel Geld! Die Firma wurde viel berühmter, bekannter und die Schokolade immer beliebter. Das ärgerte die Gegenfirma. Doch den neuen Trend an Schokolade bemerkten auch Max und Lisa, die in Blankenese, einem Teil von Hamburg, lebten. Max war ein dreizehnjähriger Junge, der braune Haare und blaue Augen hatte. Außerdem trug er eine graue Hose und ein blaues T-Shirt. Lisa, seine kleine Schwester, hatte dagegen lange, blonde Haare und braune Augen. Sie hatte ein gelbes Kleid an. Im Moment waren sie am Rätseln, was der Firma “Faule Schokoladenhasen” zur Beliebtheit verholfen hatte. Lisa und Max waren sehr aufgeregt. Es waren nur noch zwei Tage bis Ostern! Die Kinder versuchten sich die Zeit so gut es eben ging mit basteln zu vertreiben. Doch dann kam ein Brief. Max öffnete ihn und las Lisa vor: “Herzlichen Glückwunsch an Lisa und Max, da ihr beide den besten Artikel über die Ostergeschichte in Religion geschrieben habt, gewinnt ihr eine Führung durch das Fabrikgebäude von der erfolgreichen Firma “Faulen Schokoladenhasen”. Eigentlich solltet ihr durch das Gebäude der “Großen Hasen” geleitet werden, aber da die andere Firma erfolgreicher ist, dachten wir, wir schicken euch dorthin. Mehr Infos im Anhangs Dokument. Aha.” “Cool! Und wenn wir in der Fabrik sind, dann werden wir dem Rätsel näherkommen!”, meinte Max. Die Kinder zogen sich schnell an und verließen das Haus. Auf dem Weg erklärte Max Lisa seine Vermutung mit der Osterhasenentführung. Er erklärte ihr, dass die Fabrik der Faulen Schokoladenhasen plötzlich eine bessere Schokolade herstellte und einen höheren Gewinn erzielte.

Als sie das Fabriktor der Faulen Schokoladenhasen erreichten, sahen sie sich um. Sie entschlossen sich an einer Tour mit fünf weiteren Erwachsenen teilzunehmen. Die Fabrik war mit einem hohen Zaun umgeben und an einigen Stellen waren Überwachungskameras angebracht. Max und Lisa waren nun im großen Gebäude der jetzt, reicheren und schuldenlosen Firma “Faule Schokoladenhasen”. Herr Greiner, der Geographielehrer von Max, war auch mitgekommen. “Die Firma nennt sich nur “Faule Schokoladenhasen”, aber ihre Hasen sind niemals faul gewesen!”, berichtete die Führerin in einem langweilig leiernden Ton. “Dann wollen wir mal weiter.” Sie liefen durch viele Räume und Flure, bis sie schließlich an einen großen Maschinenraum kamen. Dort waren viele Arbeiter, die die Maschinen überwachten. Diese stellten wunderbar duftende Schokolade her. “Also, hier brauchen wir noch ein Ei und ein wenig Schokocreme…”, einige Mitarbeiter unterhielten sich über das neue Rezept der Schokolade, andere wiederum aßen ein bisschen der Schokolade. Manche Besucher liefen zwischen den Maschinen hin und her und drei Männer unterhielten sich über den unglaublichen Wirtschaftsaufstieg der Firma: “Ich kann es einfach nicht fassen, wie krass unsere Firma wieder aufgestiegen ist!”, laberte ein Herr. “Guckt euch mal das Diagramm hier an.”, meinte ein anderer und zeigte auf einen Bildschirm. Der Rechner war schon ein älteres Modell. “Für ordentliche Computer hat das Geld offenbar nicht mehr gereicht, nicht mal jetzt, wo wir Kohle haben. Den Zaster stecken sich Schokoladenmeister und Turner in die Tasche und gehen damit in die Kneipe.”, beschwerte sich der dritte lautstark. Schon waren die Kinder und der Rest der Führung aus dem Maschinenraum raus und in den Keller geführt worden. Und dort sollte ihr Rätsel um die gute Schokolade aufgeklärt werden!



Kapitel 3

Indem dem Hasen geholfen wird


Max und Lisa hatten sich mit der Tour weiterbewegt. Als alle eine Treppe passiert hatten, liefen sie durch den Gang, von dem alle Räume abzweigten. “Was wird denn hier alles aufbewahrt?”, fragte Max die Führerin. “Hier werden alte Sachen oder Reparaturen aufbewahrt. Aber auch hier finden sich Büros”, erklärte die Führerin. Ahnungsvoll nickte Max. Sie erreichten eine Eisentür an der ein Schild hing. Max las laut vor: “KEIN ZUTRITT, STRENG GEHEIM, WER TROTZDEM DEN RAUM BETRITT, HAT SICH EINEN SICHEREN AUFENTHALT BEI DER POLIZEI GEBUCHT!!!”. Alle fingen an zu tuscheln und wunderten sich über die Tür. Doch auf die Frage, was hinter der Tür sei, konnte die Führerin keine Auskunft geben. Dann ging es weiter. Nach einiger Zeit müssten Lisa und Max auf Toilette, so mussten sie von der Gruppe lösen. Doch das mit der Toilette war nur eine Tarnung gewesen. Die Geschwister wollten nämlich zur geheimen Tür! Blitzschnell waren sie bei der geheimnisvollen Tür angekommen. Lisa stemmte sich vorsichtig gegen die Tür und mit leisem Quietschen und vielem Schieben ging die Tür auf. Lisa flüsterte: “Die Tür ist offen! Ich verstehe nicht, warum man so ein beklopptes Schild hinhängt und die Tür dann offenlässt!” Max grinste und antwortete: “Gut, lass uns reinschleichen, bevor uns hier noch jemand sieht!” Die beiden schlichen sich also in den Raum. Bis auf einen einzigen Stuhl war der Raum nicht möbliert. In einer Ecke brannte ein kleines Licht. Am Stuhl festgebunden war … der Osterhase! “Was ist denn das?”, fragte Max. “Ich fass es nicht, es ist der Osterhase!”, sagte Lisa verblüfft. Auch Max war beeindruckt. “Komm, wir machen ihn sofort los!”, sagte Lisa. “Also für mich ist alles klar! Diese Gauner der Fabrik hier haben den Hasen entführt und wollten ihm sein Rezept erpressen.”, kombinierte Max. Lisa versuchte ihm zu folgen und nickte. “Ich rufe mal die Polizei!”, erklärte sie und holte ein Handy aus ihrer Tasche. Dann rief Lisa bei der Nummer 110 an. Der Osterhase war nun wieder frei. Doch wie sollten sie wieder hier rauskommen? Nun hatte Lisa gerade aufgelegt. “Polizei ist informiert!”, berichtete sie stolz.

In der Führungsgruppe wurde die Führerin zunehmend unruhig. Wo steckten denn die zwei Rabauken? Doch die Tour ging weiter. “...und das ist das Büro von Herrn Schokoladenmeister!”, erklärte sie. Aber wie konnte sie denn die beiden Kinder dalassen, es war ihr ja klar, dass sie im Geheimraum waren. “...Und mit Herrn Schokoladenmeister will ich jetzt auch mal sprechen! Sie können erst mal hier draußen warten und äh, nun ja, Pause machen. Gegenüber gibt es den Schoko-Laden, der Laden für unsere Schokoladen! Dort können Sie sich erstmal amüsieren. Ich komme gleich wieder. Wir treffen uns in 15 Minuten wieder hier.”, sagte die Frau. Dann stieß sie ohne zu klopfen die Tür vom Büro auf. “CHEF!!! CHEF!!! Zwei Kinder sind im Geheimraum!!! Sie müssen die beiden schnappen! Sonst ist unser Geschäft wieder bei der P…”, begann sie. Doch Herr Schokoladenmeister und die Herren Geldhut und Gottfried, die auch im Zimmer waren, standen schon auf und polterten aus der Tür. Herr Gottfried brüllte: “Los, die schnappen wir uns! Sonst hocken wir in ernsthaften Gesetzschwierigkeiten!”

Inzwischen hatten Max und Lisa den Osterhasen in einen Käfig gesteckt, der in einer verstaubten Ecke gelegen hatte und waren schon bereit raus auf den Kellergang zu stürmen, als sie ein Getrampel draußen im Flur hörten. Plötzlich stürmten die Männer in den Kellerraum. Max und Lisa rannten so schnell sie konnten aus dem Zimmer, an den Männern vorbei und verrammelten die Tür. “Gefangen!”, grinste er. So waren die Männer im Keller eingeschlossen. Sie riefen und schrien: “Lasst uns raus, lasst uns raus!” So ging das eine ganze Weile weiter, bis die Geschwister nicht mehr die Tür halten konnten und die Männer rausstürmten. “G und G! Ergreift die beiden!”, befahl Herr Schokoladenmeister brüllend. Sofort packten die Herren Geldhut und Gottfried je ein Kind und hielten es fest. Max und Lisa hatten keine Chance, ihnen zu entwischen. “Wir lassen euch nur los, wenn ihr: a) erst den Hasen zurückgibt und b) ihr heilig schwört, diese Geschichte keinem zu erzählen!”, rief Herr Schokoladenmeister. Herr Geldhut entwendete blitzschnell Lisa den Käfig mit dem Osterhasen. “Gottfried und Geldhut! Untersucht die Taschen nach Handys und Medien!”, brüllte dieser noch dazu. Lisa sagte etwas nicht so Nettes, als die Gauner ihr Handy gefunden hatten. “Oooooooh! Was für ein schööööönes Handy! Leider habe ich nicht Face-ID!”, witzelte Herr Geldhut. “Lass es!”, brüllte Lisa schon fast in Tränen. Sie hätte nie gedacht, dass jemand ihr Handy benutzen würde, um so schlimme Sachen zu tun. “Guck mal! Was für ein schönes Bild. Hiermit benutze ich mal das Face-ID!” kicherte Herr Geldhut. Lisa wurde rot, weil sie nicht so >>benutzt<< werden wollte und auch, weil sie böse auf sich selbst war, dass sie nicht ihr eigenes Gesicht still kriegen konnte. “Ach, hiermit will ich auch ein gutes Foto machen von der kleinen Entführerin. Lächeln!”, rief Herr Geldhut. Ein >>Knips<< war zu hören. Max konnte nichts dagegen machen. Doch Herrn Geldhuts Unverschämtheit kannte noch immer keine Grenzen: “Oooooh! Ich schicke deiner Mami mal eine WhatsApp, damit sie weiss, dass bei Dir alles gut ist und dass du nicht mehr nachhause willst. Ach ja, ich schreib mal, dass du verliebt bist, okay, Lisalein?” “STOPPPPPPPP!!!”, brüllte Lisa. Man konnte an ihrer Stimme erkennen, dass sie schon fast aufgegeben hatte. “Das kleine Lisalein ist traurig! Ooooh neiiiiiin! Das kleine Lisachen ist traurig!”, er machte einen gespielt traurigen Gesichtsausdruck. “Lass das Handy und steck es lieber ein, das sind Beweise gegen uns!”, herrschte Herr Schokoladenmeister Herrn Geldhut an. Der schnitt eine Grimasse und steckte das Handy in seine Hosentasche. “Der andere hat keine Medien bei sich!”, sagte Herr Gottfried laut zu Herrn Schokoladenmeister. “Gut, bringen wir sie nach oben, in mein zweites Büro, dort verhören wir sie.”, entschied Herr Schokoladenmeister grob. Die Herren Gottfried und Geldhut nahmen Lisa und Max mit und zerrten sie die Treppe hinauf, durch den Maschinenraum und in die Eingangshalle, wo die Tour begonnen hatte. Doch ein lautes durchdringendes Geräusch ließ Herrn Schokoladenmeister und seine Kollegen zusammenzucken. Max und Lisa hingegen fiel ein Stein vom Herzen. Das waren Polizeisirenen! Drei hellblaue Polizeiautos parkten mit quietschenden Reifen vor dem Eingangstor. Herr Geldhut erbleichte. Vor Schreck ließ er Max los. “Rennt!”, schrie er und stürmte davon, Richtung Aufzug. Auch die anderen beiden ließen von den Kindern ab und rannten Herrn Gottfried hinterher. “HÄNDE HOCH UND KEINE BEWEGUNG!”, sechs Polizisten standen in der Tür. Zwei von ihnen hatten Pistolen in der Hand. “Kommen Sie her! Falls Sie bewaffnet sind, lassen sie die Waffen fallen!”, befahl einer der Männer. Er hatte ein Handschellenpaar aus seinem Gürtel gezogen. “Ist ja gut, wir sind nicht bewaffnet!”, gab Herr Geldhut seufzend zu. “Wir geben ja auf!”, murmelte Herr Schokoladenmeister. Die drei trotteten auf die Polizisten zu und ließen sich wehrlos abführen. “Da stecken noch ein paar andere dahinter, stimmts?”, fragte einer der Polizisten schnippisch. “Ja!”, grummelte Herr Gottfried. “Das erzählen Sie uns dann mal auf dem Revier.”, lachte ein anderer. “Ihr, Max und Lisa, habt gute Arbeit geleistet!”, lobte ein Polizist die Geschwister. “Und, darf ich Euch mal fragen, wer denn dieser Hase im Käfig ist?”, fragte der Polizist. “Ach, das ist mein Haustier!”, log Herr Schokoladenmeister. Der Polizist knurrte streng: “Denken Sie! Die Polizei weiß alles! Das ist ja Hanni Hase, wissenschaftlicher Name egestas paschae, in Deutschland...” “STOOPPP!!!!”, schrie Max. “Biologie war noch nie so meine Stärke. Hihi!”, lachte der Polizist. Als die drei Gauner verhaftet worden waren, ließen Max und Lisa Hanni Hase frei. “Hoffentlich schafft er es noch, Eier zu verteilen!”, seufzte Lisa. “Wird schon klappen!”, lachte Max. Doch was war jetzt mit der Tour? Die wurde verschoben, wegen dem Skandal und Max und Lisa konnten wieder nachhause. Morgen war nämlich Ostersonntag!


Epilog:

Ein paar Tage nach dem großen Ereignis ging die Firma “Faule Schokoladenhasen” doch nicht pleite. Denn auch Herr Turner, Leo und Tom wurden nur eine Woche später festgesetzt. Und es gab einen neuen Direktor der Firma “Faule Schokoladenhasen”. Und der machte seine Sache ziemlich gut! Als es Ostern war, gab es doch Eier, dank Max und Lisa. 32 Eier waren im Wohnzimmer von Lisa und Max versteckt gewesen! Und auf dem Esstisch standen zwei Osterschokoladenhasen mit einer Karte. Darauf stand:

Vielen Dank, Max und Lisa, dass Ihr mich gerettet habt! Ich bin Euch sehr dankbar dafür! Euer Osterhase! 🐰🐇


Von: Erik Hoffmann, Andre Lange, Lorenz Herfs

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